Satsivi
Zartes Hähnchen wird mit einer samtigen Walnusssauce überzogen, die mit Knoblauch, Koriander, Bockshornklee und einem Hauch Zimt gewürzt ist. Reichhaltig, herzhaft und fein säuerlich ist Satsivi zugleich wohltuend und elegant, besonders wenn es leicht abgekühlt serviert wird, damit sich die Aromen voll entfalten.
Nährwerte · pro Portion
Zutaten
20 ZutatenHähnchen und Garflüssigkeit
Walnusssauce
Zum Fertigstellen
Tipps
- •Für das authentischste Aroma nach Möglichkeit blauen Bockshornklee verwenden; gemahlener Bockshornklee ist kräftiger und etwas bitterer, daher sparsam dosieren.
- •Falls die Sauce beim Stehen zu dick wird, mit 1-2 EL warmem Fond oder Wasser verdünnen; Walnusssaucen ziehen beim Abkühlen weiter an.
- •Satsivi wird traditionell bei Zimmertemperatur oder gekühlt serviert, oft mit Brot oder einfachen Kartoffeln.
- •Hähnchenbrust lässt sich schneller verwenden, doch Schenkel bleiben saftiger und verzeihen das kurze Garfenster besser.
Zubereitung
- 1
In einem mittelgroßen Topf Wasser mit der halbierten Zwiebel, den zerdrückten Knoblauchzehen, dem Lorbeerblatt und dem Salz zum sanften Simmern bringen. Die Hähnchenschenkel hineingeben und die Flüssigkeit nur ganz leicht simmern lassen, nicht sprudelnd kochen, damit das Fleisch zart bleibt und die Brühe klar bleibt. 22-25 Minuten garen, bis das Hähnchen an der dicksten Stelle 74 °C erreicht hat und durchgegart ist.
600 g Hähnchenschenkel mit Knochen und Haut900 ml Wasser120 g Zwiebel, halbiert10 g Knoblauchzehen, zerdrückt1 Lorbeerblatt8 g Feines Salz - 2
Das Hähnchen herausheben und nur so weit abkühlen lassen, dass man es anfassen kann. Die Brühe abseihen und aufbewahren; 250 ml heißen Fond für die Sauce abmessen. Haut und Knochen vom Hähnchen entfernen, dann das Fleisch in große mundgerechte Stücke zupfen oder schneiden.
600 g Hähnchenschenkel mit Knochen und Haut250 ml Zurückbehaltener heißer Hühnerfond - 3
Während das Hähnchen gart, die Walnüsse in einer Küchenmaschine mit Knoblauch, gemahlenem Koriander, Bockshornklee, Zimt, Ringelblumenpulver, Cayennepfeffer, Salz und schwarzem Pfeffer sehr fein mahlen. Nur so lange pulsieren, bis eine feuchte, fast pastenartige Krume entsteht; nicht zu lange mixen, sonst wird daraus eine ölige Paste.
180 g Walnüsse15 g Knoblauchzehen5 g Gemahlener Koriander2 g Blauer Bockshornklee oder gemahlener Bockshornklee0.5 g Gemahlener Zimt1 g Ringelblumenpulver oder milde Kurkuma0.5 g Cayennepfeffer4 g Feines Salz1 g Schwarzer Pfeffer - 4
Das Öl in einer Sautierpfanne bei mittlerer bis niedriger Hitze erhitzen. Die fein gewürfelte Zwiebel zugeben und 6-8 Minuten weich und glasig dünsten, ohne sie zu bräunen; die Süße ohne Farbe verleiht der Sauce ihren klassischen hellen Ton.
10 g Walnussöl oder neutrales Öl100 g Zwiebel, fein gewürfelt - 5
Die Walnussmischung in die weiche Zwiebel einrühren, dann unter ständigem Rühren nach und nach den heißen Fond zugießen, bis eine dicke, glatte Sauce entsteht. Sehr sanft 4-5 Minuten köcheln lassen und häufig rühren; die Sauce soll leicht andicken und aromatisch duften, darf aber nicht stark kochen, sonst kann sie gerinnen.
100 g Zwiebel, fein gewürfelt250 ml Zurückbehaltener heißer Hühnerfond180 g Walnüsse15 g Knoblauchzehen5 g Gemahlener Koriander2 g Blauer Bockshornklee oder gemahlener Bockshornklee0.5 g Gemahlener Zimt1 g Ringelblumenpulver oder milde Kurkuma0.5 g Cayennepfeffer4 g Feines Salz1 g Schwarzer Pfeffer - 6
Die Pfanne vom Herd nehmen und den Essig einrühren. Abschmecken und bei Bedarf nachwürzen; die Sauce soll reichhaltig, nussig, mild gewürzt und nur leicht säuerlich sein, nicht scharf sauer.
12 g Weißweinessig - 7
Die Hähnchenstücke in die Walnusssauce geben und gleichmäßig damit überziehen. 5 Minuten ruhen lassen, damit sich die Aromen verbinden und die Sauce sich um das Fleisch legt.
600 g Hähnchenschenkel mit Knochen und Haut - 8
Auf eine Servierplatte geben und warm oder bei Zimmertemperatur servieren, da Satsivi traditionell eher kühl als heiß serviert wird. Mit gehacktem frischem Koriander vollenden und servieren.
12 g Frischer Koriander
Ursprung & Geschichte
Satsivi ist ein klassisches georgisches Gericht aus Geflügel in einer aromatischen Walnusssauce und eng mit Festtafeln und winterlichen Feierlichkeiten verbunden. Der Name leitet sich vom georgischen Wort für „kalt“ ab und verweist auf die traditionelle Serviertemperatur. Die Varianten unterscheiden sich je nach Region und Haushalt, doch Walnüsse, Knoblauch, Koriander und warme Gewürze prägen seinen unverwechselbaren Charakter.
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