Akara
Akara sind knusprige, goldbraune Küchlein mit zarter Kruste und weichem, luftigem Inneren aus aufgeschlagenen Schwarzaugenbohnen. Zwiebel und Scotch Bonnet verleihen ihnen Süße und milde Schärfe, sodass sie direkt aus dem Öl herrlich herzhaft und unwiderstehlich sind.
Nährwerte · pro Portion
Zutaten
6 ZutatenBohnenmasse
Zum Frittieren
Tipps
- •Wenn du nur ganze, getrocknete Schwarzaugenbohnen bekommst, geht das Entfernen der Häutchen mit einer Küchenmaschine oder einem Mixer schneller; ein paar zurückbleibende Häutchen sind für ein hausgemachtes Ergebnis aber völlig in Ordnung.
- •Eine kleine Zwiebel sorgt für Süße und Feuchtigkeit; zu viel Zwiebel kann den Teig zu dünn machen und beim Frittieren spritzen lassen.
- •Die Pfanne nicht überfüllen, sonst sinkt die Öltemperatur und die Küchlein saugen sich mit zu viel Öl voll.
- •Für einen anfängerfreundlichen Shortcut in unter 30 Minuten kannst du, falls erhältlich, bereits enthäutete Schwarzaugenbohnen oder Schwarzaugenbohnenmehl verwenden.
Zubereitung
- 1
Die Schwarzaugenbohnen verlesen und gründlich abspülen. Wenn du ungeschälte Bohnen verwendest, sie in reichlich Wasser zwischen den Händen reiben, damit sich möglichst viele Häutchen lösen, dann die Schalen abgießen. Gut abtropfen lassen. So werden die Akara leichter und feiner.
200 g getrocknete, nach Möglichkeit enthäutete Schwarzaugenbohnen120 ml Wasser - 2
Die Schwarzaugenbohnen, Zwiebel, Scotch-Bonnet-Chili, Salz und Wasser in einen Mixer geben. Sehr fein und dick cremig pürieren, dabei bei Bedarf zwischendurch die Seiten herunterkratzen. Der Teig sollte luftig sein, aber noch gerade so auf einem Löffel halten; falls er sich zu fest mixen lässt, nur einen kleinen Schluck Wasser zugeben, dabei aber so dick wie möglich halten.
200 g getrocknete, nach Möglichkeit enthäutete Schwarzaugenbohnen80 g Zwiebel, grob gehackt10 g Scotch-Bonnet-Chili, entkernt für weniger Schärfe4 g Salz120 ml Wasser - 3
Den Teig mit einem Löffel oder Schneebesen 2 bis 3 Minuten kräftig schlagen, bis er etwas fluffiger und heller wirkt. Das Einarbeiten von Luft ist eine klassische Technik, damit die Küchlein beim Frittieren aufgehen statt kompakt zu werden.
- 4
Das neutrale Öl in einem kleinen, tiefen Topf bei mittlerer Hitze auf etwa 175-180 C erhitzen. Ohne Thermometer testen: Ein kleines bisschen Teig hineingeben; es sollte gleichmäßig an die Oberfläche steigen und kräftig blubbern, ohne zu schnell zu verbrennen.
500 ml neutrales Öl - 5
Mit zwei Löffeln oder einem kleinen Portionierer vorsichtig gehäufte Löffelportionen Teig ins heiße Öl gleiten lassen, ohne den Topf zu überfüllen. 3 bis 4 Minuten frittieren, dabei gelegentlich wenden, bis die Akara tief goldbraun und durchgegart sind. Das Innere sollte federnd sein, nicht feucht oder schwer.
500 ml neutrales Öl - 6
Die Küchlein mit einer Schaumkelle herausheben und kurz abtropfen lassen. Den restlichen Teig portionsweise ausbacken und das Öl zwischen den Portionen wieder auf Temperatur kommen lassen, damit die Akara knusprig statt fettig bleiben.
500 ml neutrales Öl - 7
Heiß servieren, solange die Außenseite knusprig und das Innere weich und luftig ist. Akara schmecken pur hervorragend, aber auch mit Brot, Pap oder einer einfachen Pfeffersauce.
Ursprung & Geschichte
Akara ist ein beliebtes Küchlein aus Schwarzaugenbohnen, das in ganz Westafrika gegessen wird, besonders in Nigeria, Benin, Togo und Ghana, mit regionalen Variationen bei Würzung und Form. Es wird häufig von Straßenverkäufern angeboten und zum Frühstück oder als Snack gegessen. Das Gericht hat tiefe historische Wurzeln und gelangte auch über die afrikanische Diaspora nach Brasilien und in die Karibik.
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