Gnudi
Diese Gnudi sind federleichte Klößchen aus Ricotta und Spinat mit zartem, feinem Biss. In nussbrauner Butter mit duftendem Salbei und Parmesan vollendet, sind sie reichhaltig und doch elegant, mit klassischer toskanischer Schlichtheit.
Nährwerte · pro Portion
Zutaten
12 ZutatenFür die Gnudi
Für das Wälzen und die Nussbutter-Sauce
Tipps
- •Wenn der Ricotta sehr feucht ist, ihn vor dem Start 20 bis 30 Minuten im Kühlschrank in einem Sieb abtropfen lassen; sonst braucht die Masse eventuell mehr Grieß und verliert ihre zarte Textur.
- •Sanftes Simmern ist entscheidend. Starkes Kochen würde die Gnudi auseinanderreißen.
- •Für ein ausgeprägteres Salbeiaroma einige zusätzliche Blätter kurz knusprig braten und als Garnitur verwenden.
Zubereitung
- 1
Einen mittelgroßen Topf mit gut gesalzenem Wasser zum Kochen bringen und eine Schüssel mit kaltem Wasser bereitstellen. Den Ricotta in einem sauberen Tuch oder Küchenpapier ausdrücken, wenn er feucht wirkt; je trockener er ist, desto leichter und stabiler werden die Gnudi. Den Spinat verlesen und den Parmesan reiben, falls noch nicht vorbereitet.
250 g Ricotta, gut abgetropft180 g Spinat35 g Parmesan, fein gerieben - 2
Den Spinat 20 bis 30 Sekunden im kochenden Wasser garen, nur bis er zusammengefallen ist. Sofort ins kalte Wasser geben, damit der Garprozess stoppt, dann sehr kräftig ausdrücken, bis er möglichst trocken ist. Den Spinat fein hacken; zu große Stücke machen das Formen der Gnudi schwieriger.
180 g Spinat - 3
In einer Schüssel den abgetropften Ricotta mit dem gehackten Spinat, Eigelb, 35 g Parmesan, 45 g Grieß, Salz, Pfeffer und Muskatnuss gleichmäßig vermengen. Die Masse sollte beim Zusammendrücken mit einem Löffel weich zusammenhalten; fühlt sie sich zu locker an, einige Minuten stehen lassen, damit der Grieß quellen kann, statt zu viel zusätzlich zuzugeben, was die Gnudi dicht machen würde.
250 g Ricotta, gut abgetropft180 g Spinat1 Eigelb35 g Parmesan, fein gerieben45 g Grieß3 g feines Meersalz1 g frisch gemahlener schwarzer Pfeffer0.5 g frisch geriebene Muskatnuss - 4
Mit leicht angefeuchteten Händen die Masse zu 10 ovalen Gnudi formen, etwa in der Größe großer Walnüsse. Leicht im Grieß zum Wälzen rollen und auf ein Blech oder einen Teller legen. 10 Minuten ruhen lassen; so trocknet die Oberfläche etwas an und die Gnudi reißen im Wasser weniger leicht.
25 g Grieß, zum Wälzen - 5
Einen breiten Topf oder eine flache Pfanne mit Salzwasser nur sanft simmern lassen, nicht sprudelnd kochen. Die Gnudi hineingleiten lassen und 3 bis 4 Minuten pochieren, bei Bedarf die Hitze reduzieren; sie sind fertig, wenn sie leicht aufgehen und an die Oberfläche steigen. Mit einer Schaumkelle vorsichtig herausheben.
- 6
Während die Gnudi pochieren, die Butter in einer großen Pfanne bei mittlerer Hitze schmelzen. Die Salbeiblätter zugeben und 2 bis 3 Minuten garen, bis die Butter nussbraun wird und nussig duftet. Gegen Ende gut aufpassen, denn Butter kann sehr schnell von gebräunt zu verbrannt wechseln.
60 g ungesalzene Butter8 g frische Salbeiblätter - 7
Die pochierten Gnudi in die Pfanne geben und die Nussbutter vorsichtig darüberlöffeln, damit sie überzogen werden, ohne zu zerbrechen. Sofort anrichten, mit den restlichen 15 g Parmesan vollenden und heiß servieren.
15 g Parmesan, fein gerieben
Ursprung & Geschichte
Gnudi sind eine toskanische Spezialität, besonders mit Siena und der Maremma verbunden. Sie bestehen aus einer Füllung aus Ricotta und Grünzeug, ähnlich wie Ravioli, werden aber ohne Teig serviert. Ihr Name bedeutet ungefähr „nackt“ und bezieht sich darauf, dass es im Grunde Raviolifüllung ohne Hülle ist.
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