Karpatka
Karpatka ist ein eindrucksvoller polnischer Sahnekuchen mit zwei rustikalen Schichten aus gebackenem Brandteig, die eine dicke Vanillecreme mit Butter bilden. Der Kontrast zwischen luftigem, leicht knusprigem Teig und der reichen, seidigen Füllung macht jedes Stück zugleich zart und üppig.
Nährwerte · pro Portion
Zutaten
12 ZutatenBrandteigböden
Vanille-Creme
Zum Fertigstellen
Tipps
- •Für die glatteste Creme sollten Butter und abgekühlte Creme etwa die gleiche Raumtemperatur haben, bevor sie zusammen aufgeschlagen werden.
- •Den Ofen in den ersten 15 Minuten des Backens der Brandteigschichten nicht öffnen, sonst können sie zusammenfallen.
- •Eine Metallform sorgt für etwas knusprigeren Brandteig, während eine Glasform gut funktioniert, wenn sie vollständig vorgeheizt ist.
- •Karpatka schmeckt am besten am Tag der Zubereitung, wenn die Creme gerade fest geworden ist, der Teig aber noch etwas Struktur hat.
Zubereitung
- 1
Den Ofen auf 210 °C Ober-/Unterhitze vorheizen. Den Boden einer kleinen Backform oder Auflaufform von etwa 20 x 14 cm mit Backpapier auslegen. Die Butter für die Creme aus dem Kühlschrank nehmen, damit sie vollständig weich wird; so lässt sich die Creme später besser glatt aufschlagen.
80 g ungesalzene Butter, weich - 2
Zuerst die Cremebasis zubereiten, damit sie Zeit zum Abkühlen hat. In einem Topf den Großteil der Milch erhitzen, bis sie dampft, aber nicht kocht. In einer Schüssel die restliche Milch mit Eigelb, feinem Zucker, Speisestärke und Vanilleextrakt glatt und ohne Stärkeklumpen verquirlen.
300 ml Vollmilch2 Eigelb60 g feiner Zucker25 g Speisestärke1 TL Vanilleextrakt - 3
Die heiße Milch unter ständigem Rühren nach und nach in die Eigelbmischung gießen, dann alles zurück in den Topf geben. Bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren, auch in den Ecken, kochen, bis die Creme sehr dick wird und gerade anfängt zu blubbern. Noch 30 Sekunden weiterkochen, damit kein stärkehaltiger Geschmack bleibt. In eine Schüssel füllen, Backpapier oder Folie direkt auf die Oberfläche drücken und rasch abkühlen lassen, bis sie nicht mehr warm ist.
300 ml Vollmilch2 Eigelb60 g feiner Zucker25 g Speisestärke1 TL Vanilleextrakt - 4
Für den Brandteig Wasser, Butter und Salz in einem Topf aufkochen, bis die Butter vollständig geschmolzen ist, bevor das Mehl hineinkommt.
125 ml Wasser50 g ungesalzene Butter1 Prise feines Salz - 5
Das Mehl auf einmal zugeben und mit einem Holzlöffel oder stabilen Teigspatel kräftig rühren, bis ein glatter Teig entsteht. 1–2 Minuten bei mittlerer Hitze weiterkochen und dabei ständig rühren, bis sich am Topfboden ein dünner Film bildet und der Teig leicht trocken aussieht; so verdampft überschüssige Feuchtigkeit und der Teig geht besser auf.
75 g Weizenmehl - 6
Den Teig in eine Schüssel geben und 3–4 Minuten abkühlen lassen, dabei ein- bis zweimal umrühren, damit er nicht mehr stark dampft. Die Eier nacheinander einarbeiten. Zunächst wirkt die Masse geronnen, dann wird sie glänzend und glatt. Die fertige Masse soll dick, aber streichfähig sein und schwer in V-Form vom Spatel fallen.
2 mittelgroß (ca. 100 g ohne Schale) Eier - 7
Den Brandteig in 2 gleich große Portionen teilen. Eine Portion in einer gleichmäßigen, aber rustikalen Schicht in die vorbereitete Form streichen und oben Rillen und Wellen lassen; so entsteht die charakteristische bergartige Oberfläche. 20–22 Minuten backen, bis sie tief goldbraun, aufgegangen und trocken aussieht. Herausnehmen und kurz abkühlen lassen, dann mit der zweiten Portion wiederholen. Bei zwei Formen beide gleichzeitig backen und bei Bedarf nach der Hälfte der Zeit drehen.
- 8
Wenn die Cremebasis vollständig kalt ist, die weiche Butter cremig aufschlagen. Die abgekühlte Cremebasis esslöffelweise zugeben und nach jeder Zugabe gut aufschlagen, bis die Creme seidig und stabil ist. Falls sie leicht geronnen aussieht, einfach weiter schlagen; meist verbindet sie sich wieder.
80 g ungesalzene Butter, weich - 9
Eine Brandteigschicht in die Form oder auf ein Blech legen. Die Vanille-Creme gleichmäßig darauf verstreichen und bis in die Ecken ziehen. Die zweite Brandteigschicht mit der rauen Seite nach oben daraufsetzen und ganz leicht andrücken, damit sich die Füllung setzt, ohne herausgedrückt zu werden.
- 10
Die zusammengesetzte Karpatka 10 Minuten ruhen lassen, damit sie etwas fester wird, dann großzügig mit Puderzucker bestäuben. Mit einem Sägemesser und sanften Sägebewegungen schneiden, damit die Schichten nicht zusammengedrückt werden, und servieren.
10 g Puderzucker
Ursprung & Geschichte
Karpatka ist ein beliebter polnischer Hauskuchen, benannt nach den Karpaten, deren schneebedeckte Gipfel sich in dem mit Puderzucker bestäubten, zerklüfteten Gebäck widerspiegeln. Besonders im 20. Jahrhundert wurde er als festlicher, zugleich gut zugänglicher Nachtisch populär und verbindet einfache Vorratszutaten mit klassischer Patisserietechnik.
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